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Wenn ich mir was wünschen dürfte….


        Für 2008 - Wenn ich mir was wünschen dürfte….                                               
                                    
        © C.Liebold-Eich

        Wenn ich mir was wünschen dürfte,
        sagen wir von Hund zu Hund,
        müsst ich erst mal überlegen,
        denn mir geht`s gut – ich bin gesund.
        Meine Menschen, sie versuchen
        mir ein guter Freund zu sein.
        Opfern Zeit und geben Liebe,
        gehn auf meine Wünsche ein.
        Wenn ich mir was wünschen dürfte,
        gäb es  trotzdem allerhand.
        Und ganz dringend wünschte ich dann,
        manchen Menschen mehr Verstand.
        Manche Menschen, sie vergessen,
        dass wir auch Gefühle leben.
        Man kann sich uns nicht einfach „nehmen“.
        Man muss uns auch sehr vieles geben.
        Wenn ich mir was wünschen dürfte,
        gäb es keine ausgesetzten
        Hunde, die in Heimen sitzen,
        keine durch den Mensch verletzten.
        Denn die Menschen handeln manchmal
        nicht wie unser bester Freund.
        Und nicht alles was sie tun
        ist gut oder nur gut gemeint.
        Wenn ich mir was wünschen dürfte,
        wär ich gern mehr als Zeitvertreib.
        Mehr als Spielzeug, mehr als Möbel,
        mehr als „Sitz“, „Platz“, „Hier“ und „Bleib“.
        Wenn ich krank bin, wenn ich alt bin
        Möcht ich nicht vergessen sein.
        Hunde sind soziale Wesen.
        Manche Menschen sind gemein.
        Wenn ich mir was wünschen dürfte,
        dächten  alle Menschen so,
        wie es schon viele heute tun,
        dann wären auch die Hunde froh.
        Außerdem für mich persönlich,
        möcht ich`s besser noch als gut.
        Ich zähl mal auf, was ich mir denke,
        auch wenn mein Mensch nicht alles tut:

        Würstchen, Hackfleisch – 5 x täglich;  viel mehr Spielzeug; viele vierbeinige Freunde – die ich mir aber selber aussuchen kann; Urlaub am Strand;  viel Freilauf; ein bisschen was zum Jagen;  einen eigenen Wald; Menschen, die ständig mit mir spielen und den ganzen Tag Zeit haben (aber nur, wenn ich das auch will); eine eigene große weiche Couch, wenn ich das gerade mal nicht will; Kraulen auf Abruf;  Katzen zum verprügeln, aber nur, wenn sie sich nicht wehren; außerdem möchte ich, dass alle anderen Hunde erkennen, dass ich doch eigentlich eine Dogge bin. Ich glaube, dass war es für`s Erste. Aber sicher fällt mir mit ein wenig Nachdenken noch mehr ein.

Webmaster: Peter Gutzwiller, letztes Update am Mittwoch, 11. März 2009