Amando,Welpe, Ruede, geb. ca. Anfang Juli 2011, Mallorca-Mix, z.Zt. 25 cm Schulterhoehe und 2,5 kg Fell: kurzhaarig, weich, schwarz, teils hellbraun abgesetzt, weisser Brustfleck, Welpe von Sandie, kleinbleibend, passt in eine Tasche.
Amando wurde nachts ueber dem Zaun unseres Notasyls entsorgt, ebenso seine drei Brueder und die Mutter. Der Zaun ist hoch und der Aufprall muss den kleinen Hunden sehr weh getan haben, teilweise grosse Steine liegen am Rand der Umzaeunung.
Den suessen Amando hat es am schlimmsten erwischt. Sein linkes Vorderbein ist mehrfach gebrochen,und zwar so,dass es nicht behandelt werden kann. Er schont es und laeuft auf drei Beinchen. Genau wie seine Geschwister ist er total auf seine Mutter bezogen, die immer noch ihre Welpen behuetet, abschleckt und auf sie aufpasst. Sie hatten wahrscheinlich immer nur sich und haben von daher eine sehr starke Bindung aufgebaut
Nachdem sich die kleine Familie die ersten Tage nur unter einer Truhe versteckt hielt, taut sie nun langsam auf, um Haus und Hof zu erkunden. Der Hauptaufenthaltsort der fuenf ist aber immer noch der kleine Bereich von ca. 2 x 3 qm, obwohl ihnen das ganze Erdgeschoss zur Verfuegung steht, dies laesst schliessen, dass die Armen vorher auch nicht mehr Raum fuer sich hatten.
Amando ist ein Schatz - wie souveraen er mit der Verletzung seines Beinchens umgeht, wie er auf drei Beinen trotzdem versucht, mitzuhalten, mitzuspielen, ohne zu jammern. Er wird staendig tieraerztlich beobachtet, inzwischen geht er ganz gelassen mit den Besuchen in der Klinik um..
Amando - wie seine Brueder, ein Hund zum Liebhaben - in kleinen Schritten einen froehlichen Welpen aus ihm machen - in kleinen Schritten die starke Bindung zur Mutter loesen, damit er auf eigene vier (!) Beine kommt, das wuenscht er sich nicht nur von uns, sondern auch von seiner neuen Familie. Amando - man muss ihn einfach liebhaben!
Ansprechpartner Stiftung Eurodog Mallorca:
Veronika Meyer-Zietz (Kontakt)
Beatrice von Bihl (Kontakt)
1. Bericht aus der Pflegestelle vom 8.02.2012
Hallo Hallo, ich bin es, euer Amando.
Ich möchte euch aus meiner Pflegestelle berichten, in der ich seit Samstag bin.
Aber zuerst einmal von Anfang an: Bei meinen ersten Leuten, die mich sicherlich geliebt haben, hat es leider nicht so gut geklappt. Ich wurde von den bereits vorhandenen Hunden gemobbt und gebissen. Die Leute hatten Angst um mich und haben mich daher nach 12 Tagen von Berlin nach Bielefeld gebracht. Schade eigentlich, denn ich mochte das Frauchen schon sehr gerne. Hätte sie sich doch ein bisschen mehr Zeit gelassen, vielleicht wäre alles gut geworden.
Nun bin ich bei meiner Pflegemama Annette, und hier laufen außer mir noch andere Hunde rum. Es klappt super. Die kleine Kessy, die früher auch mal bei Heidi und Beatrice war, ist mittlerweile auch ganz friedlich. Krümel, der kleine Rüde, der aus Malaga kommt, lässt mich ebenso in Ruhe wie Cindy, die große Bordercolliehündin, die vor sechs Jahren aus Malle gekommen ist. Außerdem gibt es noch Rocky, einen 12 Jahre alten Bordercolliemixrüden, ebenfalls aus dem Tierschutz, die Colliehündin von Annettes Schwester ist auch manchmal da, und diese Woche ist auch Chica, eine gerade kastrierte Laberadormixhündin hier. Am ersten Tag hat Kessy mich ein wenig gebufft, dafür habe ich ihr gestern ihr Spielchen weggenommen. Dann hab ich sie angeknurrt und sie hat mich damit spielen lassen.
3 Mal am Tag fahren wir alle zur Hundewiese und treffen dort auch noch 2 Hunde von Freunden, die mit uns laufen. Sie sind alle lieb zu mir und ich laufe an der 8 Meter Flexi einfach mit. Ab und zu begegnen wir anderen großen Hunden, vor denen hab ich dann doch ziemlich viel Angst – vor einer Dogge kann man sich aber auch fürchten, wenn man so ein kleiner Mann von 35 cm und 7 Kilo ist.
Zu Hause folge ich meiner Mama gerne und lege mich so hin, dass ich sie sehen kann. Nachts schlaf ich ganz lieb im Körbchen neben dem Bett. Am ersten Abend wollte ich mit ins Bett, doch das durfte ich nicht und bekam das auch gesagt. Es ist auch in Ordnung so. Meine Geschäfte erledige ich auch schon draußen.
So, und jetzt zu dem, was ich mir wünsche: Eine nette Familie, evtl. mit etwas größeren Kindern, die mich nicht bedrängen, sondern mich erst einmal ankommen lassen. Ein anderer Hund darf auch da sein, doch auch der sollte mich akzeptieren und erst einmal in Ruhe lassen. Ich bin noch ein kleiner ängstlicher Hund, der zwar schon ganz viel erlebt hat, aber noch viel Gutes erleben möchte und neugierig auf das schöne Leben mit netten Menschen ist.
Zu meinem Beinchen, das mir mal ganz doll Weh tat, kann ich nur sagen, es ist alles in Ordnung. Ich kann damit laufen und springen, wie alle anderen Hunde auch, denn ich war noch sehr klein als das alles passierte und es ist gut zusammen gewachsen.
Also, wie ihr seht, ich bin auf dem besten Weg das Leben zu entdecken. Vielleicht gibt es ja jemanden, der mir dabei helfen möchte.
Bis dahin Euer Amando
Ganz liebe Grüße auch von Annette, der frechen Kessy, die mir heute mein Köpfchen abgeleckt hat, Krümel und den anderen, die hier so rumlaufen.